Die KG ist eine der unbekannteren Rechtsformen in Deutschland. Jede einzelne Rechtsform hat allerdings Ihre Stärken. Was die Vor- und Nachteile der KG sind, finden Sie hier.
Bei einer KG (=Kommanditgesellschaft) handelt es sich um eine Personenhandelsgesellschaft, da hier die Verbindung einzelner Personen zu gemeinsamen Handelsgeschäften ausschlaggebend ist.
Ein Vorteil einer KG ist, dass nur mindestens ein Gesellschafter persönlich und gesamtschuldnerisch für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft haftet. Dieser Gesellschafter ist der Komplementär - der Vollhafter. Persönliche Haftung bedeutet, dass der Komplementär nicht nur mit seinen Kapitaleinlagen, sondern auch mit seinem Privatvermögen haftet. Unter dem Begriff gesamtschuldnerisch versteht man, dass ein Gläubiger eine Leistung nur einmal verlangen kann, aber mehrere Schuldner zur vollen Leistung der Schuld verpflichtet sind. Bei anderen Gesellschaften haften alle Gesellschafter gleich.
Ein weiterer Vorteil der KG ist, dass es neben dem Komplementär auch einen Kommanditist - Teilhafter - gibt. Dieser ist nur bis zu einem bestimmten Betrag haftbar, erhöht aber das Eigenkapital der KG. Dieser Betrag, mit dem der Kommanditist haftet, wird durch seine Kapitaleinlage festgelegt, die im Handelsregister bzw. im Firmenbuch vermerkt wird. Nachteilig ist jedoch in Hinsicht auf den Kommanditist, dass dieser keine Gewalt über die Geschäftsführung der KG besitzt. Allein der Komplementär ist für die Geschäftsführung verantwortlich, was wiederum ein großer Vorteil sein kann. Doch auch ein Kommanditist genießt in der KG einen Vorteil: Er ist zwar an der Gesellschaft beteiligt, kann aber nicht zur Mitarbeit verpflichtet werden. Zusammenfassend ist also zu sagen, dass ein Kommanditist das Eigenkapital erhöht ohne weitere Befugnisse inne zu haben.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass ein Mindestbetrag für die Kapitaleinlage gesetzlich nicht festgelegt ist. Eine KG muss nicht eigenständig sein. Sie kann mit einer GmbH, einer Ltd. oder einer AG zusammengeschlossen werden. Dies bietet wiederum weitere Vorteile: Bei einer GmbH & Co. KG kann mehr Eigenkapital zusammengebracht werden. Die Ltd. & Co. KG zeichnet sich vorteilhaft dadurch aus, dass nur eine geringe Eigenkapitalhöhe nötig ist, um eingetragen zu werden. Bei einer AG & Co. KG wird die Haftung des Komplementärs beschränkt, jedoch muss die Rechtsform der KG nicht aufgegeben werden.
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